Briefmarkenforum (Philatelie) ~ Ansichtskarten & Thematik

~ Sammler sind glückliche Menschen (Goethe) ~ Dieser ist bestrebt, aus einer Vielheit von Einzelnem eine in sich stets wachsende Einheit zu schaffen, ein schöpferisches Werk ~ Ein besonderes Kennzeichen ist eine weitgehenste Vollständigkeit des Exponats ~
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 Hallo liebe Freunde

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BeitragThema: Hallo liebe Freunde   Sa Nov 08, 2008 3:47 pm

Der Sammeltrieb ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon der vorgeschichtliche Mensch der Steinzeit hat sich gewiß bald eine Tasche aus Fell genäht und umgehängt, um allerhand hineinzutun, was ihm gefiel oder brauchbar erschien. Eine bestimmte Liebhaberei hat sich bewährt und zwar das Sammeln von postgeschichtlichen Dokumenten.
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BeitragThema: Re: Hallo liebe Freunde   Do Jan 01, 2009 1:15 am



Postwertzeichen "Deutsches Reich" - Ausgabe vom 1.1.1872

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BeitragThema: Re: Hallo liebe Freunde   Di Jan 05, 2010 11:47 am

Das Sammeln artet nicht selten in eine ausgesprochene Leidenschaft aus; es ist ein rastloses Streben nach Vervollständigung, wobei des öfteren gesellschaftliche und rechtliche Schranken durchbrochen werden. Bei den meisten Sammelgebieten ist von vornherein eine Beschränkung auf eine ganz bestimmte soziologische Schicht gegeben. Sammler von Kunstwerken bespielsweise müssen immer über ein nicht geringes Vermögen verfügen; das gleiche gilt für die Münzensammler, die Sammler von Mineralien, Schmetterlingen oder bibliophilen Büchern. Bei den Briefmarken ist es jedoch anders. In den Kulturstaaten nimmt jeder an der Benützung der Posteinrichtungen teil und gelangt in den Besitz von Briefmarken, und fast für jeden ist es möglich, eine seiner Vermögens- und Einkommenslage angepaßte Briefmarkensammlung aufzubauen. Hier treffen sich Angehörige aller Schichten auf einer Ebene, und die allerverschiedensten Berufs- und Bildungsgruppen finden sich bei ihrer gemeinsamen Liebhaberei.

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BeitragThema: Re: Hallo liebe Freunde   Mi Jan 06, 2010 8:40 pm

Wie früher die Post abging

Nach Überlieferung stellte der Perserkönig Kyros um 550 v. Chr. die erste Postreiter-Truppe auf. Zu Beginn unserer Zeitrechnung schuf Kaiser Augustus eine Postorganisation für das gesamte Römische Reich. Die einzelnen Etappenstationen hießen "mansio posita" (Verweilstationen). Daraus entstand der Begriff "Post". Mit dem römischen Reich ging auch das Postnetz unter.

Später entwickelte sich das Botenwesen und die Reichspost.

Der Deutsche Ritterorden (gegr. 1198), Klöster, Universitäten und Städte verfügten über einen gut funktionierenden Briefverkehr. Auch fahrende Schüler, Klosterboten, reisende Kaufleute, teils beritten, teils zu Fuß, überbrachten im Mittelalter die Botschaften.

Mit dem Aufstieg der freien Reichsstädte entstanden weitere Botenanstalten. In Tagesetappen mit einem Reitpferd wurde an festgelegten Gasthöfen Post aufgenommen und abgegeben. Pferdewechsel gab's nicht.

Das blieb ab etwa 1490 der Taxis'schen Reichspost vorbehalten, Pferd und Reiter wurden ohne Rücksicht auf die Tageszeit an festen Posten gewechselt, was die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich erhöhte.

Postkutschen und Briefträger gab es ab Mitte des 17. Jahrhunderts und wurde neben den Reitposten Fahrpostkurse eingerichtet, die außer Briefen jetzt auch Passagiere, Pakete und Geldsendungen beförderten. Das hohe Gewicht und mangelnde Federung der Kutschen ließ anfangs nur geringe Geschwindigkeiten zu. Die Fahrt konnte erst mit der Einführung sogenannter Eilwagen (um 1820) wesentlich beschleunigt werden.

Ab 1698 gab es in Berlin Briefträger, vorher waren sogenannte Privatdiener Austräger. Von 1712 an wurden den Empfängern die Briefe in Berlin auch zu Hause zugestellt. Wesentlich vereinfacht wurde der regionale Briefverkehr durch die Einführung von Briefkästen (bei der Preußischen Post bereits 1766 erwähnt, allgemein dort eingeführt 1823) und Briefmarken zuerst in Bayern 1849. Die Briefmarken führten zur Briefmarkensammelleidenschaft.

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