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 IPOSTA, Berlin 1930

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BeitragThema: IPOSTA, Berlin 1930   Di Okt 26, 2010 8:10 pm

Internationale Postwertzeichen-Ausstellung vom 12.-21. September 1930
Ein Bericht von Sammlerfreund Berthold Krüger



Unter dem Protektorat des Reichspräsidenten von Hindenburg fand in den Gesamt-Gesellschaftsräumen des Zoologischen Gartens in der Reichshauptstadt Berlin vom 12. bis zum 21. September 1930 die Iposta statt.

Nach den festgelegten Ausstellungsbestimmungen umfaßte die Iposta staatliche und private Postwertzeichen aller Art einschließlich der telegraphischen Wertzeichen, Stempelmarken und Neudrucke, ferner alle Arten von Poststempeln, Barfrankierungen, vorphilatelistische Briefe, Postformulare, Entwürfe von Postwertzeichen, Probedrucke und Proben der Wertzeichenherstellung, Jugend-, Fälschungs-, Lehr- und Anschauungssammlungen, und endlich Literatur und Sammlerbedarfsartikel.

Mit zahlreichen Pressenotizen, die zum Teil als Unterlagen für die diesbezüglichen Ankündigungen im Illustrierten Briefmarken-Journal Verwendung gefunden haben, und mit drei vornehm ausgestatteten Werbeschriften hatte der Ausstellungsausschluß schon lange vorher seinem Unternehmen den Weg zu ebenen versucht. Die Berliner Sammlervereinigungen zusammen mit dem Internationalen Briefmarken-Händler-Verein Berlin hatten eine Ausstellungsleitung und einen Ausschuß gebildet, die sich wie folgt zusammensetzten:

Ausstellungsleitung: Prof. Dr. Erich Stenger, Guido Terzer, Med.-.Rat Dr. P. Pirl, Alfred Maier.

Ausschußmitglieder: Major a. D. von Rudolphi, Dr. med. Kerlé, Handelsgerichtsrat Th. Morgenstern, Hermann Koall, Gustav Altmann, Ernst Baerwald, Georg Dreßler, Major a. D. Junker, Major a. D. P. J. Klein, Ing. E. Koch, Landgerichtsrat Dr. Krause, Paul Krüger, Alfred Kühne, Albert Löwenberg, K. Matthiae, Walter Rasche, Prof. Dr. Riese, Roman Stoebe, Helmut Thoma, F. Wichmann, Dr. C. Willecke, H. Wüstenfeld.

Generalvertreter hatte die Ausstellung in folgenden Ländern ernannt:

Belgien, Britisch-Indien, China, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Japan, Luxemburg, Niederlande, Nordische Länder (einschl. Finnland), Österreich, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn, Vereinigten Staaten.

Dem Ehrenausschuß gehörten außer den Spitzen der Reichsregierung die Herren Botschafter, Gesandten, Geschäftsträger, Generalkonsuln und Konsuln fast aller beim Deutschen Reiche amtlich vertretenen ausländischen Staaten von Europa und Übersee an.

Diesem Ehrenausschuß waren noch "Philatelisten im Ehrenausschuß" angegliedert. Mit viel Takt hat man hier 200 Namen von Sammlern und Firmen zusammengetragen, die kurz "die Elite der Philatelie der ganzen Welt" darstellen.

Das Preisgericht setzte sich aus folgenden Herren zusammen:

Dr. S. Ascher - Berlin, W. Dorning Beckton - Manchester, W. P. Costerus - Edam, Dr. E. Diena - Rom, Louis Francois - Paris, Otto Friedl - Wien, Manuel Galvez - Madrid, Thomas Willian Hall - London, Ch. Holm - Kopenhagen, Heinrich Köhler - Berlin, Maurice Langlois - Paris, Alfred F. Lichtenstein - New York, Edwin Müller - Wien, Dr. Herbert Munk - Berlin, Alfred Passer - Prag, René Poncelet - Brüssel, Landgerichtsrat Priwe - Berlin, W. von Rachmanow - Warschau, Prof. Dr. J. Suter - ZÜrich, Carl Schmidt - Berlin, G. V. van der Schooren - Arnheim, Theodore E. Steinway - Ne York, Nils Strandell - Stockholm, Konsul A. Weinberger - Brünn, Dr. A. Werner - ERlangen, A. M. Tracey Woodward - Schanghai.

Es ist selbstverständlich, daß man mit Hilfe dieser klug ausgedachten Vorbereitungen die Sammler der ganzen Welt interessierte und kurz nach Bekanntgabe der Ausstellungsbedingungen meldeten sich auch die größten und bedeutendsten Sammler der ganzen Welt, um mit ihren Schätzen zu zeigen, was Philatelie überhaupt bedeutet und zu leisten vermag. Nur kurze Zeit verging, und die mehr als 2000 Meter Ausstellungsfläche waren vergeben. In der unglaublich kurzen Zeit von nur 2 Tagen und 2 Nächten war es möglich, dank der vorzüglich organisierten Vorbereitungen, die ganze Ausstellung aufzubauen.

Fortsetzung folgt
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Di Okt 26, 2010 10:26 pm



(Fälschung, zur Zeit bei ebay angeboten)

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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Fr Okt 29, 2010 9:34 pm

Am 11. September 1930, vormittags 11 Uhr, fand die feierliche Eröffnung der Iposta vor geladenen Gästen statt. Prof. Dr. Stenger hielt die Eröffnungsansprache, worauf Reichspostminister Dr. Schätzle die Grüße des Reichspräsidenten und der Reichsregierung übermittelte und dabei die Verbindung zwischen Post und Philatelie sowie die weltumspannende Bedeutung unserer Liebhaberei besonders hervorhob. Baron von Rudbeck, der Abgesandte des schwedischen Postministeriums, begrüßte die Iposta im Namen der ausstellenden fremden staatlichen und privaten Postverwaltungen. Zum Schluß sprach der Vorsitzende der Fédération Internationale de Philatélie, Herr von Schooren. Nach einem Musikvortrag "Einzug der Gäste auf der Wartburg" begann die Führung durch die Menge der Ausstellungsräume.

Der erste Eindruck dieser Ausstellung war überwältigend! In etwa einem Dutzend zusammenhängenden Räumen waren, wie der 180 Seiten umfassende, ganz vorzüglich bearbeitete Ausstellungskatalog ausweist, ungefähr 600 Ausstellungsnummern aufgebaut! Die Meterzahl des Gezeigten erreichte die Fabelhafte Zahl über 2000. Alle Gegenstände waren Tag und Nacht nur künstlichem, elektrischem Licht ausgesetzt und wurden ständig außer von den sich ablösenden Ausschußmitgliedern noch von 24 berufsmäßigen Wachtmannschaften betreut.

Ehe wir zu einer näheren Beschreibung der bedeutendsten Objekte eingehen, wollen wir kurz die von den Postverwaltungen der verschiedensten Staaten und Gesellschaften ausgestellten Sachen erwähnen, da dieses Material in so reichhaltiger Auswahl noch auf keiner Ausstellung der Welt zu sehen war.

Das Deutsche Reich war durch Sonderschauen des Reichspostmuseums Berlin, des Reichspostministeriums, Abt. München, und des Reichskunstwart vertreten. Berlin zeigte Entwürfe, Probedrucke und Schalterbogen der Markwerte Ausgabe 1900-1902. Der berühmte Baden-Fehldruck, 9 Kreuzer blaugrün (Senf-Kat. Nr. 4a) auf Brief, zierte den Raritätentresor im Marmorsaal, auf den wir noch zurückkommen. München hatte eine wohl einzigartige Briefsammlung, die ganze Entwicklung der bayerischen Postgeschichte darstellend, sehr instruktiv aufgebaut. Ferner war die Herstellung der bayerischen Prinz-Regent-Luitpold-Marken in lückenloser, äußerst lehrreicher Zusammenstellung veranschaulicht.

Der Reichskunstwart, der ja im Deuschen Reich die maßgebende Dienststelle für die künstlerische Ausführung der Postwertzeichen ist, leider in den wenigsten Fällen in voller Übereinstimmung mit der Sammlerschaft, hatte Originalentwürfe, Probedrucke usw. der deutschen Briefmarkenkünstler Herre, Körner, Hadank, Aufsesser, Mahlau, Weech, Buhe usw. aufgebaut.

Die Generaldirektion für die Österreichische Post- und Telegraphenverwaltung Wien hatte Originalentwürfe zu den Ausgaben 1919-1929 und ferner den Werdegang der Briefmarke (Kupferdruck- und Buchdruckverfahren) und zum Schluß die Originalentwürfe Meister Kolman Mosers zu den Jubiläumsmarken der Ausgaben 1908-10 ausgestellt. Die Österreichische Staatsdruckerei Wien krönte die Werke österreichischer Briefmarkenkunst mit einer Ausstellung von 141 in- und ausländischen Briefmarken ihrer Werkstatt. Außer Österreich verdanken ja Bosnien, Bulgarien, Montenegro, Siam und die Türkei ihre schönsten Marken diesem leistungsfähigen Institut!

Das Niederländische Postmuseum den Haag zeigte neben einer ganz hervorragenden Sammlung der Freimarken der Niederlande Ausgabe 1852, geordnet nach Platten, Material, das für die Herstellung einer der Marken der Gedenkausgabe 1913 gedient hat.

Das Polnische Post- und Telegraphen-Museum Warschau ziegte Teile seiner Sammlungen, die uns um so wertvoller erscheinen, als man über die ersten Ausgaben der Republik noch wenig brauchbare Literatur besitzt.

Die Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken Moskau hatte recht interessantes Material herübergebracht. Als neuestes Erzeugnis hatte man schon die Zeppelin-Erinnerungsmarken in Originalbögen ausgestellt. Diese Marken konnte man auch gleich kaufen, allerdings 2,40 RM Nennwert für 3,50 RM; ein reichlicher Verdienst für ein staatliches Unternehmen!

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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Mo Nov 01, 2010 7:19 pm


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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Di Nov 09, 2010 1:42 pm

"Die Königlich-Schwedische Postverwaltung Stockholm hatte unter Leitung des Herrn Baron von Rudbeck und des unermüdlichen und immer hilfsbereiten Postdirektors Uno Söderberg eine Unmenge lehrreichen Materials ausgestellt.

Diese Postverwaltung arbeitet durchaus nach philatelistichen Grundsätzen; daß sie aber auch mit ihren Mitteilungen des Postmuseums in Stockholm hochwertige philatelistische Literatur erzeugt, kann ihr nicht hoch genug angerechnet werden.

Es sei hier noch beiläufig erwähnt, daß dieses Institut bis jetzt die einzige Postverwaltung der Welt ist, die nicht nur Mitteilungen über ihre neuen Postwertzeichen, sondern auch diese selbst unaufgefordert und vor allem ohne jede Gegenleistung den führenden philatelistischen Fachzeitschriften regelmäßig vorlegt. Eine Maßnahme, die ihr nicht hoch genug angerechnet werden kann und die wir anderen Postverwaltungen zur Nachahmung empfehlen." (Ff)
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Mi Nov 10, 2010 7:22 pm

"Das Tschechoslowakische Post- und Telegraphenministerium in Prag zeigte die Druckverfahren, die bei dem Druck der Marken der Republik zur Anwendung kamen.

Die Verwaltung der Fürstlich Liechtensteinschen Postwertzeichen-Sammlung Vaduz machte uns unter anderem mit dem Werdegang der neuesten Marken des Fürstentums bekannt.

Im Anschluß an diese staatlichen Sammlungen müssen wir noch drei Luftverkehrsgesellschaften erwähnen, die von den in Frage kommenden Ländern die Erlaubnis erwirkt haben, eigene Postwertzeichen zu verwenden. Da ist zuerst die Scadta in Kolumbien, die uns zeigt, daß sie als erste Flugverkehrsgesellschaft in Amerika recht erstaunliche Postdienste leisten muß! Das Syndicato Condor und die Varig haben einen großen Teil des brasilianischen Postdienstes an der Küste südlich Pernambuco an sich gerissen, und der Lloyd Aero Boliviano hat in kürzester Zeit in Bolivien erstaunliche Erfolge erzielt. Die Marken und das statistische Material verdienen das höchste Interesse aller Beschauer.

Im Anschluß an diese staatlichen Darbietungen wollen wir hier gleich das Material der Klasse V "Markenherstellung" erwähnen. Hier sind zunächst die zum Teil einzigartigen Sammlungen von Entwürfen, Probedrucken, Essays, Specimen und Neudrucke der Herren Dr. Hilgers-Köln, de Cock-Brüssel, Christiansen-Silkeborg, Coyetté-Paris, Pinkus-Neustadt, Hennan-Chicago, v. Pompéry-Budapest und Dr. Dittmar-Leipzig beachtenswert. Viel bewundert wurde die Kunst Heßhaimers-Wien, der den Werdegang der isländischen Jahrtausendfeiermarken von der Skizze bis zum fertigen Schalterbogen lückenlos vorführte. Zum Schluß kommt hier Meister Karl Seizinger-Prag, der unvergleichliche Schöpfer der letzten Marken der Tschechoslowakei. Im schon erwähnten Raritätentresor im Marmorsaal befand sich das kostbarste Stück, was die Philatelie in bezug auf Markenherstellung kennt - die Originalplatte der Mauritius-Post Office (Senf-Kat. Nr. 1 und 2).

H. R. Harmer-London, der Besitzer dieses Unikums, schreibt im Ausstellungskatalog: "Zur Ausstellung gelangt die Originalkupferplatte, mit der die berühmten 1 d und 2 d Post-Office-Marken gedruckt wurden, sowie ein Probeabzug beider Marken dieser Platte in schwarz. Die Platte war graviert von J. Barnard, der beide Marken zusammen auf einer kleinen Platte in je einem Exemplar stach. In bezug auf Gewicht und Größe ist diese Platte wohl das wertvollste Stück Kupfer der Welt." H. R. Harmer hatte diese Platte während des Transportes und Aufenthaltes in Berlin mit 7000 Pfund versichert!"
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Fr Nov 12, 2010 3:21 pm

"Die Unterbringung der Ausstellungsgegenstände war nach Grundsätzen erfolgt, die uns nicht bekannt sind; daß hier Europa und Übersee durcheinander aufgebaut war, begrüßen wir, da uns das einseitige Nur-Europa oder Nur-Übersee-Sammeln für die Entwicklung der gesamten Philatelie nicht richtig erscheint. Eine internationale Ausstellung muß immer bestrebt sein, eben alles wirklich international abwechslungsreich aufzubauen. Wollte man freilich an Hand des Kataloges anfangs irgendein bestimmtes Objekt suchen, so war das meist nicht so einfach - oft sogar unmöglich! Ein schon am zweiten Ausstellungstag verausgabter Situationsplan ergänzte den Katalog und machte so den Fehler der anfänglichen Unübersichtlichkeit wieder gut."
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Do Nov 18, 2010 10:52 pm

"Der Raritätentresor im Marmorsaal, ständig von zwei Wachtposten betreut, war wohl das größte Zugstück der ganzen Aussstellung.

Hier stand man "Schlange", wie während des Krieges nach der Butter, und wartete geduldig, bis man "an die Reihe kam". Zu sehen war hier Hinds Britisch-Guiana. 1 C. schwarz auf karmin (Senf-Kat. Nr. 9); dann der Schwedenfehldruck 3 Skilling Banco gelb statt grün (Senf-Kat. Nr. 1) des Herr J. Bamberg-Göteborg; der interessante Badenfehldruck, 9 Kreuzer schwarz auf blaugrün anstatt schwarz auf rosa (Senf-Kat. Nr. 4 a), war gleich in zwei Stücken (1 auf Brief) ausgestellt (Besitzer: Reichspostmuseum-Berlin und Th. Champion-Paris). Herr Champion hatte auch hier das vielumstrittene, in nur drei gebrauchten Paaren bekannte, sog. "Aichach-Provisorium" (Senf-Kat. Nr. 012I) in einem Paar ausgestellt. Vom gleichen Besitzer stammen zwei Stücke Réunion Nr. 1 und ein Stück Nr. 2. Von Mauritius sah man zunächst die schon früher erwähnte Druckplatte der Nr. 1 und 2 und dann einige Kostbarkeiten aus der Sammlung Lichtenstein-New York, ein wunderbarer Brief mit zwei Stück der 1 Penny, Post Paid (Senf-Kat. Nr. 3 I) und ein großes Briefstück mit einer 2 Pence Post Paid (Senf-Kat. Nr. 41)."
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Do Nov 18, 2010 11:08 pm

"Heinrich Birnbach - Berlin hatte 2 gebrauchte Moldau 81 Parale (Senf-Kat. Nr. 3) und Dr. A. Werner-Erlangen einen wunderbaren Brief mit 2 Bergedorf zu 1/2 Schilling blau (Senf-Kat. Nr. 1 b) in dem Raritätentresor, den wir nachstehend im Bild wiedergeben, zur Schau gestellt. Zwei seltene Ganzsachen waren hier gleichfalls untergebracht; der erst 1929 entdeckte Baden-Umschlag 12 Kreuzer der tschechischen Kohlenmagnaten Dr. Ernst und Franz Petschek - Berlin und 1 gebrauchter Stadtpostbriefumschlag des Thurn- und Taxisschen Postgebietes (Ascher-Kat. Nr. 1).

Wenn man diese infolge der besonderer Beleuchtung gut sichtbaren Kostbarkeiten gesehen hatte, konnte man mit einer gewissen Befriedigung von dannen gehen, denn so schnell wird man diese Zusammenstellung nicht gleich wieder zu sehen bekommen! Der Raritätentresor bestand, wie die Abbildung zeigt, aus 2 patentierten Minimax-Schränken, die eine Spezialkonstruktion für Philatelisten darstellen."

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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Sa Nov 20, 2010 6:01 pm

"Nun zur "Meisterklasse",

die nur Sammlungen zeigte, die nach dem Kriege bereits 2 goldene Medaillen erhalten hatten neben den Objekten einiger Preisrichter.

Nach dem Ausstellungskatalog eröffnete hier Adolf Passer - Prag mit seiner Sammlung Briefmarken der Provisorischen Regierung in Angora (außer Wettbewerb) die "Unterklasse A Forschungssammlungen". Dem Aussteller ist es ja in der Hauptsache zu danken, daß dieses schwierige Gebiet verhältnismäßig gut bekannt geworden ist. Diese 7bändige Sammlung enthält das vollständigste Material, das es überhaupt von den Angora-Marken gibt. Selbstverständlich waren nur Teile dieser Sammlung ausgestellt.

Heinrich Birnbach - Berlin, der ja viele Jahre seines Lebens in Rumänien zugebracht hat, hatte hier das herrlichste Material von Moldau und Alt-Rumänien aufgebaut. Nicht nur die teuren und teuersten Moldau-Marken, sondern vor allem auch das wunderbare Material der ersten Kopfausgaben von Rumänien wurde hier in einer Reichhaltigkeit gezeigt, die Bewunderung erheischte. Wir glauben gern, daß Birnbach über das beste Material dieser Marken verfügt, und daß es kaum einen zweiten Sammler in der Welt gibt, der so gut Bescheid weiß über alles, was mit der Postgeschichte dieser Marken zusammenhängt.

C. Ott - Altona kam nun mit Schleswig-Holstein. Nicht nur die Marken samt Probe- und Nachdrucken, sondern auch alles, was die Stempelkunde, Vorläufer, Landposten usw. betrifft, ist in dieser Sammlung zusammengetragen, der wir nur wünschen, daß sie einmal eine durchgreifende Umarbeitung erfährt - freilich nicht jedem Sammler ist es gegeben, seine Schätze übersichtlich und mit dem unbedingt notwendigen erläuternden Text zu versehen!"
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Di Nov 30, 2010 9:14 pm

"Nun kommt nochmals Adolf Passer - Prag mit einer kleinen, aber nicht minder interessanten Zusammenstellung von Probedrucken der Türkei 1865-1919 (außer Wettbewerb).

Alfred F. Lichtenstein - New York (außer Wettbewerb) hatte wohl unserer Ansicht nach die seltenste Sammlung dieser Klasse aufgebaut! Britisch - Kolumbien und Vancouver-Insel ist ein Postgebiet, das selbst mitunter fortgeschrittenere Sammler nur dem Namen nach kennen.

Lichtenstein ist eigens nach diesem äußersten Westen des "Wild West" gereist, um mit seltener Ausdauer die interessanten Postverhältnisse zu studieren, die sich in den Jahren 1850-1871 dort entwickelt hatten. Wir lernen aus dieser äußerst übersichtlich aufgebauten Sammlung, wie zur Zeit des "Goldfiebers" in jenen entlegenen Gegenden Privatexpreßposten entstanden, die der staatlichen Post mit viel Erfolg Konkurrenz machten. Acht dieser Gesellschaften hatten eigene Postwertzeichen. An der Hand von Kartenmaterial konnte man sich mehrere Stunden nur mit diesen interessanten Sachen beschäftigen! Das reichhaltige Material auch der staatlichen Marken bildete tatsächlich eine solide Unterlage bei der Bearbeitung des Kohl-Handbuches!"
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Mi Dez 01, 2010 12:19 pm

Philaservice schrieb:

"Alfred F. Lichtenstein - New York (außer Wettbewerb) hatte wohl unserer Ansicht nach die seltenste Sammlung dieser Klasse aufgebaut! Britisch - Kolumbien und Vancouver-Insel ist ein Postgebiet, das selbst mitunter fortgeschrittenere Sammler nur dem Namen nach kennen.

Lichtenstein ist eigens nach diesem äußersten Westen des "Wild West" gereist, um mit seltener Ausdauer die interessanten Postverhältnisse zu studieren, die sich in den Jahren 1850-1871 dort entwickelt hatten. Wir lernen aus dieser äußerst übersichtlich aufgebauten Sammlung, wie zur Zeit des "Goldfiebers" in jenen entlegenen Gegenden Privatexpreßposten entstanden, die der staatlichen Post mit viel Erfolg Konkurrenz machten. Acht dieser Gesellschaften hatten eigene Postwertzeichen."

Dieser Enthusiasmus is realy beautifull.
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Sa Dez 11, 2010 1:06 pm

"A. M. Tracy Woodword-Schanghai (außer Wettbewerb) besitzt unseres Wissens die beste Sammlung von Formosa, Japan und Korea. Das Ergebnis einer 45jährigen Sammel- und Forschungstätigkeit wird hier in 12 Bänden und nochmals 20 Alben (Jury) vorgelegt. Nichts was diese 3 Länder besonders interessant macht, fehlt hier, seien es nun Einzelmarken, Blocks, Bogen, Plattenzusammenstellungen, Probedrucke, Fälschungen usw.

Unterklasse B Spezialsammlungen eröffnet Dr. Siegfried Ascher-Berlin, dem die Ganzsachensammler ihren Nachkriegskatalog verdanken, mit einer Sammlung "Altdeutsche Postscheine vor 1800", einer Sammlung von großem postgeschichtlichen Wert! - Außerdem sind hier die berühmten und früher so sehr begehrten Mulready-Umschläge mit über 750 Stück aufgebaut.

E. H. Lee. S. Croyden zeigt eine Spezialsammlung Alt-Belgien 1849-1863. Alles was man bisher über die ersten Ausgaben dieses interessanten Gebietes wußte - oder auch noch nicht wußte -, war hier in mustergültiger und äußerst praktischer Aufmachung vorgeführt.

Bergedorf, dessen Marken auf Brief zu den größten Kostbarkeiten der Welt gehören, hatte Dr. A. Werner-Erlangen in großer Reichhaltigkeit aufgebaut.

Nun kommt der elsässische Markenkönig Henry Bauer-Straßburg mit seiner Riesensammlung Norddeutscher Postbezirk - Elsaß-Lothringen. Diese einzigartige Sammlung hat nicht nur einen hohen philatelistischen Wert, sondern vor allem auch einen unschätzbaren postgeschichtlichen Wert.

Die geradezu wunderbare Bearbeitung der Marken von Großbritannien im Kohl-Handbuch wäre wohl kaum möglich, wenn es nciht die einzigartige Sammlung J. B. Seymour-London gäbe! Auf 15 Meter Fläche sah man hier die schönen Köpfe der Queen und Eduard VII. in einzigartiger Aufmachung mit erklärenden Skizzen, Bogenteilen, Probedrucken usw. Und dabei war dieses Riesenmaterial nur ein Teil der Sammlungen, die der sympathsiche Mr. Seymour sein eigen nennt!

Eine vollständige Postgeschichte von Monaco (Mittelalter bis Neuzeit) können wir in der Sammlung des Henry Sass-Straßburg bewundern.

Nun kommt der Führer der italienischen Philatelisten, der greise, überaus liebenswürdige Dr. Emilio Diena-Rom, mit seiner ungheheuren Spezialsammlung der Parma-Marken. Es mag genügen, darauf hinzuweisen, daß auf 7 Meter Fläche alles das aufgebaut war, was man von Parma kennt, in ausgesuchtestem Material und übersichtlichster Anordnung." (Ff).
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Do Dez 23, 2010 12:57 am

Eine interessante Darstellung!

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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Sa Dez 25, 2010 7:06 pm

"Der beste Preußen-Kenner, Max Borchardt - Berlin, hatte auf 6 Meter Fläche das beste Material seiner Sammlungen, das wahre "Bombenstücke" enthielt, aufgebaut.

Karl August Günther - Chemnitz hat mit viel Sammeleifer in 30 Jahren wohl die beste Sachsen-Sammlung zusammengetragen, die wir kennen. Auch die vorphilatelistische Zeit kommt hier in umfangreichem Maße zur Geltung.

Konsul F. Benzinger-Stockholm besitzt die größte und beste Schweden-Sammlung der Welt, die mit seltenem Eifer und großem Geschick zusammengetragen wurde. Nicht weniger als 20 Meter Fläche nahm dieses Objekt ein!

Alfred F. Lichtenstein - New York kommt hier noch einmal mit seinen ebenso wertvollen wie interessanten Schweizer Kantonalmarken.

Die riesige Spanien-Sammlung des Millionärs Arthur Hind-Utica (U.S.A.) zeigt nicht nur, daß ihr Besitzer viel Geld hat, sondern daß er auch mit einem recht guten philatelistischen Spürsinn begabt sein muß, denn sonst könnte er dieses geradezu überwältigende Material zusammenbekommen haben.

Bosnien-Herzegowina, L Ausgabe 1879, hatte Adolf Passer - Prag in mustergültigster Weise aufgebaut. Man kann Dr., Munk beglückwünschen, daß er für die Bearbeitung seines Kohl-Handbuches solches Material zur Verfügung ggestellt bekommt, denn auch die Passersche Bosniensammlung bildete ja die Unterlage für die vorzügliche Bearbeitung dieses Landes!

Wladimir von Rachmanow-Warschau zeigte mit seiner Spezialsammlung der Marke Polen Nr. 1, wie vielseitig die Beschäftigung mit dieser Marke sein kann, wenn man freilich genug von dieser Marke besitzt! Außer der Marke in Stücken, Paaren und Streifen war hier vor allem der interessanten Abstempelungen gedacht. Die Sammlung enthält reichlich 400 Stück dieser einzigen Marke!

Geheimrat Peter Mavrogordato-Berlin hatte auf 4 Meter Länge eine schöne Sammlung der Russischen Post in der Türkei ausgestellt. Bogen, Bogenteile, Briefe usw. waren in ungeheurer Reichhaltigkeit und vor allem seltener Farbenfrische zu sehen.

Die schönen Marken Alt-Ceylons zeigte A. de Worms-London auf 8 Meter Fläche. Hier sah man die herrlichen alten Marken in nur ausgesucht schönen und schönsten Stücken, Paaren, Streifen und Blocks." (Ff.)
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Mo Jan 03, 2011 7:27 pm

"Eine große China-Sammlung samt den Lokalposten besitzt J. A. Agnew - London. Seine Sammlung umfaßt mehr als 20 Bände, von denen das Beste auf 14 Meter Fläche aufgebaut war. Dieser Sammler hat nicht nur das philatelistische Interesse in seiner Sammlung niedergelegt, sondern auch nach wissenschaftlichen Grundsätzen, Kunst, Schrift und Sprache mit Bezug auf seine Lieblinge erforscht.

Eine Riesensammlung von über 2000 Dreiecken vom Kap der guten Hoffnung besitzt R. F. A. Riesco - London, der auf 10 Meter Fläche das Sehenswerteste ausgestellt hatte.

Nun kommt wieder Alfred F. Lichtenstein - New York mit seiner weltberühmten Mauritius-Sammlung, die wohl das beste Material enthält, das es von dieser kleinen unwichtigen, aber durch seine Briefmarken so weltberühmt gewordenen Insel gibt!

Theodor E. Steinway - New York zeigte auf 6 Meter Fläche das beste Material seiner großen Neu-Süd-Wales-Sammlung. Ebenso kostbar wie interessant war dieses Objekt mit seinen zahlreichen Ausgaben und deren Probedrucken usw. Äußerst selten sind wohl 8 Pence gelb auf Brief! - Wohl das schwierigste autralische Postgebiet, nämlich Viktoria, hatte Henry Harvey - London auf 17 Meter Fläche aufgebaut." (F.f.)
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Do Jan 06, 2011 12:37 am

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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   So Jan 09, 2011 4:16 pm

"Jene Riesensammlung besteht in Wirklichkeit aus 20 Bänden und muß eine Fülle schwierigster, aber auch interessantester Sachen enthalten, denn der Sammler hat sich ebenso eifrig mit der Postgeschichte seines Gebietes beschäftigt wie mit den Postwertzeichen selbst. - Die Klasse II, die Sammlungen ganzer Länder, Ausgaben oder auch von Einzelmarken umfaßte, enthielt etwa 50 Forschungssammlungen, 175 Sondersammlungen und 25 katalogmäßige Sammlungen.

Aus dieser Fülle von herrlichem Material können wir natürlich nur das hervorheben, was uns am beachtenswertesten erschien. Hier war zunächst Ott-Altona mit seinem Fremdposten in den Hansestädten; in Hamburg die Verwendung der Marken von Thurn- und Taxisschem Postgebiet, Dänemark, Preußen, Schleswig-Holstein und des Nordd. Bundes; in Bergedorf Stempelstudie mit vorphilatelistischen Briefen und dort verwendeten Marken von Dänemark und Schleswig-Holstein; in Bremen die Verwendung von Thurn- und Taxisschem Postgebiet, Preußen, Hannover, Nordd. Postbezirk und Oldenburg.

Alfred Meilner - Neustadt hat sich besonders der Inflationsmarken zu 2 Millionen auf 200, 500 und 5 Tausend angenommen. Man bewunderte hier weniger das Material als vielmehr die Geduld, mit der Meilner diese 4 Marken zu spezialisieren versuchte.

Kurt Zirkenbach-Halle hatte seine großen Forschungsergebnisse über die Deutsche Heerespost an der Westfront in einer recht übersichtlichen, uns recht wertvoll erscheinenden Sammlung aufgebaut.

Dipl-Ing. W: Richter-Heidelberg besitzt wohl die bestbearbeitete Sammlung Deutscher Kriegsmarken. Seine umfassenden Kenntnisse kamen ja auch der Bearbeitung des Kohl-Handbuches und des Senf-Kataloges zugute.

E. Becker-Anklam und E. Braesko-Tilsit, Josef Hirsch-Berlin, General Rotte-Wiesbaden und Alfred Tröndle-Donaueschingen zeigten Teile ihrer umfangreichen Sammlungen des Memelgebietes. Das beste Material, das wir bisher von diesem Lande gesehen haben!"
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   So Jan 16, 2011 6:46 pm

"Mc Gowan-Dumfries befaßt sich mit Plattierung, d. h. Zusammenkonstruieren von Platten der schwarzen und roten 1 Penny geschnitten, Großbritannien - ein reizvolles, aber mühsames Beginnen!

Das beste Material über die Bordeaux-Ausgabe von Frankreich hat P. Dillemann-Paris ausgestellt.

Nun kommt die große Griechenland-Spezialsammlung des A. Argyropoulos-Athen, die 5000 Stück der großen Hermes-Köpfe enthält. Auf Grund dieses Materials wurde ja auch die neue Bearbeitung dieses schwierigen Gebietes im Kohl-Handbuch ermöglicht.

Hans Erne-Böttstein hatte die "sitzende Helvetia" der Schweiz Ausgabe 1854/1862 in Freiteilung auf 10 Meter Fläche aufgebaut. Ein seltenes, recht instruktives Material.

W. Raineri-Genua hatte ganz herrliches Material von Sizilien, Neapel und Toskana aufgebaut. Seine "Spezialseltenheiten" und "Seltenheiten auf Brief" enthielten manches einzigartig schöne Stück von Altitalien, und vor allem aber auch von Lombardei-Venetien, welch letzteres Gebiet ja besonders gern in Italien gesammelt wird.

Nun kommt unser Freund Generalkonsul C. George-Lissabon mit seinen Postwertzeichen von Portugal im "Schnitterin"-Muster. Wir sind diesem Aussteller - der ja als bester Kenner der Postwertzeichen Portugals und seiner Kolonien gilt - besonders dankbar, daß er uns dieses ebenso interessante wie schwierige Gebiet mit allen Zähnungs-, Papier- und Druckunterschieden aufgebaut hatte!

Ruhl-Brüssel hatte sich mit Spanien 1850 eine schöne Spezialsammlung zusammengestellt, die alles enthielt, was man über diese 5 Werte bisher erforscht hat."
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Sa Jan 29, 2011 5:08 pm

"Der sympathische Eugen Klein-Philadelphia hatte auf 5 Meter Fläche seine schon öfter bewunderte Sammlung Helgoland mit sämtlichem "Drum-und-Dran" ausgestellt.

Die beiden schönen Marken von Luxemburg 1852 hatte Jacques Diemer-Straßburg auf 3 Meter Fläche aufgebaut. Die erklärende Beschriftung war hier besonders instruktiv.

Schnelzer-Galizewko hatte Polen Nr. 1 in einer Großen Spezialsammlung, die ja die Hauptunterlage des kostbaren Polenwerkes von Polanski bildete, mit vielem erklärenden Text u.s.w ausgestellt.

Martin Jörgensen-Odense hatte Schweden 12 Öre 1852/1872 ausgestellt. Seine Forschungssammlung dieser einen Marke ist wirklich einzigartig. Der Besitzer hat etwa 75000 Stück von dieser Sorte!

Dr. de Beer - Amsterdam hat sich mit den Portomarken der Türkei, 1. Ausgabe, befaßt und an der Hand eines recht seltenen Materials wichtige Feststellungen gemacht." (Ff)
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Sa Feb 12, 2011 5:54 pm


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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Mo Apr 25, 2011 11:40 am

"Carl Reinschild-Hamburg ist einer der besten Kenner von Albanien, seine Sammlung zeigte recht seltene Stücke vor allem der schwarzen Adler-Aufdrucke.

Ein sehr reichhaltiges Material der 20 Centimes Nordeutscher Postbezirk - Elsaß-Lothringen hatte der bekannte Sammler Henri Kastler-Paris aufgebaut.

Hans Fixemer-Perl (Mosel) hatte ein Album mit einer Liechtenstein-Spezialsammlung ausgestellt.

Direktor Blümel-Graußenhof besitzt eine Litauen-Sammlung, die ihrer Seltenheit wegen recht beachtlich ist, wenn auch manches Ausgestellte nicht ganz "stubenrein" ist.

Friedrich Leitenberger-Leipzig, der sein Steckenpferd, die Hradschin-Marken der Tschechoslowakei, auf allen großen Ausstellungen vorführt, will mit seiner Spezialsammlung der 20 Heller grünblau vor allem beweisen, daß es auch mit Hilfe der gewöhnlichsten "Kiloware" möglich ist, nach wissenschaftlichen Grundsätzen Philatelie zu treiben, und daß vor allem nicht immer ein großer Geldbeutel nötig ist.

Der Vorkämpfer der Ukraine-Philatelisten, Eugen Wyrowyj-Prag, ist unseres Wissens der beste Kenner von Podolien; seine ausgestellten Objekte enthielten natürlich das kostbarste Material dieses Gebietes, das es überhaupt gibt!

Carl Julius Trübsbach-Chemnitz hatte die Franklin-Carriers-Marke braunorange von 1851 der Vereinigten Staaten von Nordamerka (Senf-Kat. Nr. 031) ausgestellt, von der nur 3 Stück bekannt sind, und die Paul Kleeberg kürzlich in seiner Broschüre ausführlich beschrieben hat (siehe I. B.-J. Seite 291).

Dr. W. Byam-London hatte Ägypten Ausgabe 1866 mit allen möglichen Vorkommnissen ausgestellt. Für die Erforschung der Herstellung dieser Ausgabe liefert diese Sammlung unentbehrliches Material."

Ff
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Do Apr 28, 2011 9:59 am

ganz cool und erfrischend vor meinen Augen !
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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Do Apr 28, 2011 10:07 am

hahaha123 schrieb:
ganz cool und erfrischend vor meinen Augen !

Nun, das ist doch schon mal was. Like a Star @ heaven

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BeitragThema: Re: IPOSTA, Berlin 1930   Fr Mai 06, 2011 6:18 am

findest du, dass es eine Geschichte hinter jede Briefmarke gibt?
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